Fehlzeitenanalyse

Wenn in Ihrem Unternehmen der Krankenstand zu hoch ist oder Sie die Zusammenhänge häufiger AU-Tage (Arbeitsunfähigkeits-Tage) eruieren möchten, dann sollten Sie eine Fehlzeitenanalyse durchführen lassen.

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Lassen Sie sich über die Möglichkeiten der Fehlzeitenanalyse informieren

Viele kleine und auch größere Unternehmen kämpfen heute mit vermehrten Krankheitstagen der Beschäftigten. Um hier einen Lösungsansatz zu finden, bieten wir an, eine Fehlzeitenanalyse durchzuführen.

Dazu werden zunächst die Kosten pro AU-Tag pro Mitarbeiter errechnet und anschließend in eine abhängige Gesamtsumme überführt. Dieses geschieht auf der Basis einer eigenen mathematischen Formel, entwickelt durch die Rohrberg & Theile GbR. Diese Formel beinhaltet unterschiedliche Faktoren, die eine Berechnung des oben genannten Personalkrankenstandsdefizit ermöglichen.

Hierzu werden verschiedene Anteile rechnerisch eruiert:

  • Lohnkosten (auch nach Wegfall der Entgeltfortzahlung / branchenabhängig / nach Lohnhöhe) (s. Tabelle)
  • Produktivitätsverlust
  • Kosten für Ausgleichsausgaben (Personalbindung, Vertretung, Einarbeitung, Zeitarbeit)
  • Umlage für (Neu-)Einstellungen (Personalbindung der Verwaltung mit Suche nach neuen Mitarbeitern, Ausschreibung, usw.)
  • Kosten für Rechtsstreitigkeiten
  • Humankapital (errechnet mit Werten des Bundesamtes für Statistik nach der Saarbrücker Formel)
  • Bruttowertschöpfungsausfälle
  • BEM-Kosten

Wir sind somit in der Lage für den Grundbetrag der o.g. Kostenpunkte eine Gesamtsumme pro AU-Tag pro Mitarbeiter zu errechnen, wobei zunächst die Lohnkosten nicht darin enthalten sind. Diese werden dann im Anschluss je nach Einteilung (low, moderate und high) angepasst und addiert.
Wir setzten (allgemein) dafür folgende Verhältnisse an:

Lohn: 32.000 € pro Jahr

Tageswert AU-Tag: 145,50 €

Lohn: 52.000 € pro Jahr

Tageswert AU-Tag: 236,40 €

Lohn: 72.000 € pro Jahr

Tageswert AU-Tag: 327,30 €

Nach Umrechnung auf den einzelnen Arbeitstag (220 Arbeitstage/Jahr) ergeben sich die in der 3. Spalte enthaltenen Richtwerte als Tageswert. Selbstverständlich können diese Werte je nach Anforderungen angepasst werden.

Da sich rechnerisch alle Werte (z.B. Produktionsausfall, Humankapital oder auch Bruttowertschöpfung) nach der Lohngruppe verändern würden; der Aufwand aber zu groß wäre, hier eine 100% angepasste Rechnung zu erstellen, rechnen wir mit den zumeist gemittelten Werten weiter. So legen wir eine Tagessumme für einen AU-Tag als einen Mittelwert fest, ziehen aber in der Gesamtsumme (z.B. im Bereich „Low“) nach Summierung aller Grundwerte noch einmal 15% ab, um absolut sicher eine Übersteigerung der Kosten zu vermeiden (bedingt durch den geringeren Anteil an „High“ und „Medium“). Dieses ergibt dann in Summe den Einzelwert eines AU-Tages pro Mitarbeiter im Unternehmen. Dieser Wert gilt dann für alle Beschäftigten, auch dann, wenn diese bereits aus der Lohnfortzahlung herausgefallen sind.

Es ist draufhinzuweisen, dass die Kostenpunkte lediglich als „Orientierung“ nach Angaben des Bundesamt für Statistik und verschiedenen Jahresberichten (der Berufsgenossenschaften und der WidO – wissenschaftliches Institut der AOK) erhoben werden können. Wir sind immer auf aktuelle und genaue Werte bedacht, können aber auf Grund der Vielzahl an Werten und Abhängigkeiten nur bis zu einem gewissen Anteil eine Genauigkeit angeben.

Um einen exakten Wert zu einem definierten Zeitpunkt zu erhalten, müsste jeder AU-Fall pro Mitarbeiter einzeln und gesondert aufgeschlüsselt und addiert werden. Dieses würde aber enorme zusätzliche Kosten nur für die Erhebung verursachen und zudem lediglich einen nur sehr gering verwertbaren (genaueren) Wert ergeben, als jenen Wert, denn wir durch die gerundeten Ausgangswerte ermitteln können. Somit macht eine spezifische Aufschlüsselung im Detail betriebswirtschaftlich und auch inhaltlich keinen Sinn. Die Rechnung mit Mittelwerten ist dadurch völlig ausreichend.

Wir können somit aussagen, was ein AU-Tag („gemittelt“) in dem spezifischen Betrieb kostet, ohne weiter unterscheiden zu müssen, ob der AU-Tag durch einen Low-, Medium- oder High-Salary-Empfänger verursacht wurde: Je nach Branche, Region und Größe des Unternehmens kann dieser Betrag zwischen 250,- EUR und 420,- EUR liegen; Variantionen darunter und darüber sind möglich. Selbst wenn der errechnete Wert noch als kritisch beurteilt wird (z.B. durch individuelle betriebliche Faktoren); kann nochmals die Summe angepasst werden (z. B. durch die Argumentation eines deutlich höheren Anteils an Mitarbeitern im Low- oder High-Salary-Bereich).
Mit Hilfe der Sollarbeitstage-Summe pro Jahr und den durchschnittlichen Fehlzeiten (laut WidO) nach Branchen- und Regionaleinteilung wird anschließend das durchschnittliche „Grundrauschen“ der Fehlzeiten (z.B. 4,2 % für das Vorjahr) herausgerechnet. Der so entstandene summarische Rest an AU-Tagen multipliziert mit der Tages-Fehlzeitensumme ergibt dann das Personalkrankenstandsdefizit in EUR.

Ein vereinfachtes Beispiel:
Ein Industrieunternehmen (Chemie; Region Ost) mit 95 Vollzeitäquivalenten und einer branchen- und regionalspezifischen Fehlzeit von 4,6%. Der Krankenstand liegt aber bei 9,7% gemittelt über das gesamte Jahr. Damit würde sich entsprechend der Berechnung ein Personalkrankenstandsdefizit von 710.204,46 EUR (inkl. Grundrauschen sogar 1.268.602,72 EUR) ergeben.

Diese ~ 710.000 EUR beziffern eine „interne“ Verlustsumme, die z.B. durch ein BGM (=Betriebliches Gesundheitsmanagement) real eingespart werden kann bzw. Ressourcen in dieser Größenordnung rekrutieren könnte.

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